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Brust­vergrößerung mit Eigenfett (Lipo­filling)

Was kann korrigiert werden?

Eine wohlgeformte Brust ist für das Selbstbewusstsein einer Frau sehr wichtig und Weiblichkeit wird häufig über die Größe der Brust definiert. Doch nicht jede Frau, die den Wunsch einer Brustvergrößerung verspürt, ist bereit, sich einer OP zu unterziehen oder gar einen Fremdkörper zu tragen. Deswegen ist die Nachfrage nach alternativen, minimalinvasiven Methoden in den letzten Jahren stetig gewachsen.

Bei einer Brustvergrößerung durch körpereigenes Fettgewebe werden an einer persönlichen Problemzone durch eine schonende Fettabsaugung (Liposuction) störende Fettzellen entnommen und in vielen kleinen einzelnen Portionen (sogenannte Mikrotransplantate) in die zu vergrößernde Brust schonend eingebracht, ohne sichtbare Narben zu hinterlassen. Der schonende Fettgewebetransfer und die professionelle Aufbereitung sind für das Anwachsen der transplantierten Fettzellen in der Brust enorm wichtig. Bei dieser Form der natürlichen Brustvergrößerung ist eine Volumenzunahme um ein bis zwei Körbchengrößen möglich. Alternativ zur Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten bietet Körperfett ein ideales Füllmaterial, welches zusätzlich zum Volumeneffekt die Hautqualität und -elastizität verbessert.

Die Eigenfettmethode kann ebenfalls sehr hilfreich sein, wenn bereits ein Silikonimplantat eingesetzt wurde und das Unterhautfettgewebe nicht ausreicht, um das Implantat gut abzudecken. Besonders bei sehr schlanken Patientinnen oder wenn das Implantat über dem Brustmuskel eingesetzt wurde, können hier die Ränder der Implantate sichtbar werden und Probleme verursachen. Durch gezielte Injektion von körpereigenem Fett kann selbst bei ungünstigen Voraussetzungen für ein Silikonimplantat durch diese ergänzende Maßnahme ein ästhetisch perfektes Resultat erzielt werden.

Auf einen Blick

✓ Behandlungsdauer

je nach Umfang 1-2 Stunden

✓ Klinikaufenthalt

ambulant oder 1 Tag stationär
örtliche Betäubung und Dämmerschlaf
Vollnarkose möglich

✓ Regeneration

Pflaster und Fäden entfernen nach 10 Tagen
Kompressionswäsche an Fettentnahmestelle 4 Wochen
Gesellschaftsfähig nach 2-3 Tagen
Berufsfähig nach 2-3 Tagen
Sportfähig nach 4 Wochen

Vorteile der Eigenfettmethode sind:
ein sofortiger Push-up-Effekt nach der Behandlung
ein natürliches Gefühl der Brust
die gleichzeitige Fettreduktion an individuellen Problemzonen wie Po, Oberschenkel und Bauch (Liposuction).
kaum sichtbare Narben

Eine völlig andere Methode der Brustvergrößerung durch körpereigenes Fettgewebe ist der mikrochirurgische freie Gewebetransfer. Hier wird ein ganzer Gewebeblock an einer versteckten Körperstelle (z.B. Unterbauch, Gesäß, Oberschenkel) mitsamt den versorgenden Blutgefäßen entnommen und unter dem Operationsmikroskop im Bereich der Brust wieder an den Blutkreislauf angeschlossen. Der Unterschied zum Lipofilling besteht darin, dass das Fett nicht in vielen einzelnen Portionen sondern als Gewebeeinheit verpflanzt wird. Auch kann es an der Entnahmestelle nicht einfach abgesaugt werden, sondern muss mikrochirurgisch zusammen mit den versorgenden Blutgefäßen sorgfältig präpariert werden. Diese Methode ist sehr kosten- und zeitintensiv, sodass sich nur wenige Patientinnen für sie entscheiden und die Methode eher für rekonstruktive Brustvergrößerungen nach Brustkrebs zum Einsatz kommt.

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Wie wird operiert?

Die Behandlungsdauer beträgt etwa ein bis zwei Stunden. Je nach Umfang ist eine örtliche Betäubung oder eine Vollnarkose während der Behandlung möglich. Zunächst wird das Fettgewebe an der Entnahmestelle durch eine konventionelle Fettabsaugung oder eine Wasserstrahlfettabsaugung entnommen und speziell aufbereitet. Das heißt, das Fettgewebe wird von von Öl- und Blutbestandteilen befreit, es wird verfeinert und konzentriert. Wichtig ist ein absolut schonender Umgang mit den Fettzellen, sowohl bei der Absaugung als auch bei der Transplantation, denn die gewonnenen Fettzellen sollen überleben und im Bereich der Brust anwachsen können.

Anders als bei den üblichen Verfahren der Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten wird bei der Eigenfettmethode kein zusätzlicher Raum (Implantathöhle) in der Brust geschaffen. Stattdessen wird das zuvor aufbereitete Fettgewebe mit feinsten Kanülen in vielen kleinen Portionen in das Unterhautfettgewebe der Brust eingespritzt. Die so neu eingebrachten Fettzellen wachsen in das umgebende Gewebe ein und die Volumenzunahme der Brust ergibt sich aus der Summe der einzelnen Fettzellen. Als zusätzlicher Effekt erscheint die Brust straffer und jugendlicher.

Die eingebrachten Fettzellen sind reich an Stammzellen und Wachstumsfaktoren, aus diesem Grund wächst ein Großteil der eingebrachten Zellen im Fettgewebe der Brust ein. Da aber bekannt ist, dass immer auch eine gewisse Anzahl Fettzellen untergeht und vom Körper wieder verstoffwechselt wird, versucht man in der Regel, eine leichte Überkorrektur zu erreichen.

Nach der Fettverpflanzung ist ein sofortiger Push-up-Effekt der Brust sichtbar. Sie fühlt sich natürlich und echt an. Innerhalb der ersten zwei bis drei Monate kann es zu einem gewissen Rückgang der Vergrößerung kommen, je nachdem wie viele Fettzellen nicht anwachsen. Pro Eingriff kann etwa eine halbe bis eine Körbchengröße mehr erreicht werden. Wird die gewünschte Vergrößerung beim ersten Eingriff nicht erreicht oder wird eine größere Volumenzunahme gewünscht, so sollten ein bis zwei wiederholte Eingriffe geplant werden, um die Wunschform zu erhalten. Wenn die Fettzellen allerdings angewachsen sind, so ist der Vergrößerungseffekt dauerhaft und unterliegt nur den natürlichen Gewichtsschwankungen. Die Funktion der Brustdrüse und die Sensibilität der Brustwarzen bleiben unangetastet.

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Was geschieht nach der Operation?

Je nach Umfang der geplanten Operation können Sie bei einem ambulant geplanten Eingriff die Klinik direkt verlassen oder Ihnen wird bei einem größeren Eingriff ein eintägiger Klinikaufenthalt empfohlen, um eine bestmögliche Überwachung in den ersten 24 Stunden zu garantieren.

Direkt nach der Operation wird Ihnen noch im Operationssaal im Bereich der Entnahmestelle des Fettgewebes Ihre mitgebrachte Kompressionswäsche angezogen, um Schwellungen und Blutergüsse zu vermeiden. Im Bereich der Brust darf keine Kompressionswäsche getragen werden, dies würde das Anwachsen der Fettzellen stören. Meist wird ein Watteverband angelegt. Allenfalls kann im Bereich der Brust ein leicht stützender Tapeverband angelegt werden. Die Brust ist vor äußerlichem Druck zu schützen und warm zu halten, um die Durchblutung und somit das Anwachsen der Fettzellen zu unterstützen.

Die feinen Hautfäden können nach zehn Tagen entfernt werden. Auf Sport sollte für drei bis vier Wochen verzichtet werden. Rauchen ist strengstens verboten und führt zu einem „Nicht-Anwachsen“ des transplantierten Fettgewebes.

Ein Spannungsgefühl und oberflächliche Blutergüsse werden in den ersten Tagen nach dem Lipofilling im Bereich der Brust und im Bereich der Entnahmestelle bestehen. Leichte Gefühlsstörungen können ebenfalls in den ersten Wochen auftreten, bilden sich dann aber wieder vollständig zurück. Das Endergebnis ist nach etwa zwei bis drei Monaten erreicht, wenn sich alle Schwellungen und Blutergüsse zurückgebildet haben. Dann kann auch beurteilt werden, ob das Fettgewebe wie geplant angewachsen ist.

Nach einer Brustvergrößerung durch die Eigenfettmethode können sämtliche brustkrebspräventiven Untersuchungen wie bei einer unbehandelten Brust durchgeführt werden. Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett ist eine schonende und auf körpereigenem Gewebetransfer beruhende Methode.