Vierlidplastik (Ober- und Unterlidplastik)
Was kann korrigiert werden?
Bei der Vierlidplastik werden Oberlid und Unterlid gleichzeitig korrigiert. Der Eingriff ist etwas ausgedehnter und operativ anspruchsvoller als eine alleinige Oberlid- oder Unterlidplastik, aber der Effekt für die Augenpartie ist dafür umso eindrucksvoller, denn die Augenregion altert nie an nur einer Stelle.
Eine Kombination aus Ober- und Unterlidplastik und Midface-Lift ist ein sinnvoller operativer Eingriff, wenn:
- Sie schlaffe Haut im Bereich der Augen mit herabhängenden Oberlidern haben
- Sie bereits Einschränkungen des Gesichtsfeldes bemerken, da die Haut der Oberlider die Pupille verdeckt und auf dem Wimpernrand aufliegt
- Sie über ständig müde und schwere Augen klagen
- Sie zudem unter einer wiederkehrenden Schwellneigung im Bereich der Unterlider leiden
- Sie unter Tränensäcken und einer ausgeprägten Tränenrinne leiden
- Sie bereits über ein Absinken der mittleren Gesichtsregion mit vorgelagertem Erscheinungsbild leiden.
Wie wird operiert?
Der ambulante Eingriff dauert etwa drei bis vier Stunden und es wird in örtlicher Betäubung operiert. Bei Bedarf kann ein leichter Dämmerschlaf eingeleitet werden.
Am Oberlid wird zunächst der überschüssige Hautanteil oberflächlich entfernt. Der darunterliegende Muskel wird teilweise entfernt und gestrafft. Findet sich unter dem Muskel überschüssiges Fettgewebe, das für die Schwellungszustände des Oberlides verantwortlich ist, so wird dieses nur so weit entfernt, bis sich ein sehr natürliches Bild einstellt.
Am Unterlid wird über einen Hautschnitt nah am Wimpernrand durch feinste mikrochirurgische Präparation die Haut vom darunterliegenden Ringmuskel abgelöst. Durch weitere Präparation unterhalb des Ringmuskels kann das gesamte Mittelgesicht dargestellt und mobilisiert werden. Bei sehr prominenten Tränensäcken wird ein Teil des überschüssigen Fettgewebes entfernt und ein anderer Teil wird verwendet, um die Tränenrinne aufzufüllen. Erst danach wird der präparierte Muskel durch eine seitliche Aufhängenaht am äußeren Augenwinkel gestrafft. Dadurch kommt es zu einer Anhebung des gesamten Mittelgesichtes (Midface-Lift). Die Haut wird durch sehr feine Hautnähte verschlossen.
Nach dem Eingriff sind ein bis zwei Stunden Nachbetreuung im Ruheraum notwendig.
Was geschieht nach der Operation?
Besonders in den ersten Tagen nach dem Eingriff sind Schwellungen, leichte Blutergüsse und ein gesteigerter Tränenfluss möglich. Aus diesem Grund sollte der Oberkörper für die ersten Tage hochgelagert werden und die Region um die Augen gekühlt werden. Auch wenn keine Schmerzen auftreten, sollten entzündungshemmende Schmerzmittel eingenommen und antibiotikahaltige Augentropfen angewendet werden, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.
Die Pflaster und Hautfäden werden nach sieben bis zehn Tagen entfernt und danach empfiehlt sich die Narbenpflege mit einer fetthaltigen Creme, um die Wundheilung zu optimieren. Ab diesem Zeitpunkt können Sie die Augenpartie mit einem leichten Make-up abdecken. Nach zwei Wochen sind die Spuren der Operation bereits fast vollständig verschwunden. Auf körperliche Belastung und Sport sollten Sie für drei bis vier Wochen verzichten.
auf einen Blick:
Behandlungsdauer:
3-4 Stunden
Klinikaufenthalt:
ambulante Operation
örtliche Betäubung, evtl. Dämmerschlaf
Regeneration:
Pflasterstreifen und Fäden entfernen nach 7-10 Tagen
Gesellschaftsfähig nach 2 Wochen
Berufsfähig nach 1-2 Wochen
Sportfähig nach 3-4 Wochen